Abläufe
Bei euch gibt es keine klaren Abläufe
Jeder macht seine Arbeit gut. Nur macht sie jeder anders — und das fällt erst auf, wenn jemand ausfällt.
Das steckt meistens dahinter
In kleinen Betrieben ist das kein Versäumnis, sondern eine Phase. Solange fünf Leute im selben Raum sitzen, braucht niemand eine Beschreibung: Man fragt sich zu. Ab etwa zehn Personen trägt das nicht mehr, aber niemand merkt den Übergang — es wird nur schleichend anstrengender.
Was dann meistens passiert: Es wird eine Software gesucht. Doch Software bildet ab, wie ihr arbeitet. Wenn nicht geklärt ist, wie ihr arbeitet, bildet sie das Ungeklärte ab — nur teurer und schwerer zu ändern.
Was dich das wirklich kostet
Der offensichtliche Preis ist die Einarbeitung: Neue Mitarbeitende lernen von der Person, neben der sie sitzen, und übernehmen damit deren Eigenheiten mitsamt der Umwege.
Der unsichtbare Preis ist deine eigene Zeit. Wo nichts festgelegt ist, bleibst du die Instanz, bei der zurückgefragt wird. Das ist der Grund, warum du im Urlaub nicht abschalten kannst.
Was du diese Woche selbst tun kannst
Such dir einen einzigen Ablauf aus — am besten den vom Auftrag zur Rechnung. Frag zwei Personen unabhängig voneinander, wie er läuft, und schreib beide Antworten nebeneinander.
Die Stellen, an denen die Antworten auseinandergehen, sind deine Baustellen. Mehr Analyse braucht es für den Anfang nicht.
Ich schick dir die Checkliste dazu
Zehn typische Ablaufkiller im KMU — und wie du einen Ablauf so festhältst, dass ihn hinterher wirklich jemand liest. Kein Newsletter, kein Verkaufsgespräch.
